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Die inneren Organe und ihre Funktionen laut TCM

Aktualisiert: Apr 15

In diesem Beitrag erfährst du, was die Ursachen für Rückenschmerzen, PMS (prämenstruelles Syndrom), Wechselbeschwerden, Migräne und Blähbauch sein können.



Die inneren Organe haben in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) nicht dieselben Funktionen, wie die Organe in der westlichen Medizin, sondern sie haben eher energetische Funktionen. Diese energetischen Funktionen haben auch im Shiatsu einen hohen Stellenwert, denn sie können uns in der Anamnese helfen, energetische Ungleichgewichte aufzuspüren.

Die inneren Organe im Shiatsu

Jedem Organ ist ein Meridian zugeordnet. Ungleichgewichte in den Organen spiegeln sich in den Meridianen wider. So ist es mit Shiatsu Behandlungen möglich, die inneren Organe bzw. deren Energetik über die Behandlung an den Meridianen zu beeinflussen. Mit Shiatsu arbeiten wir vor allem in der Vorbeugung. So liegt die größte Kraft von regelmäßigen Behandlungen darin, erst gar keine Beschwerden entstehen zu lassen.

Yin- und Yang-Organe

In der TCM gibt es 5 Elemente (Wasser, Holz, Feuer, Erde Metall). Jedem dieser Elemente werden 2 Organe zugeordnet, alleine dem Element Feuer werden 4 Organe zugeordnet. Die Yang-Organe (Blase, Gallenblase, Dünndaram, Herzkonstriktor, Dreifacher Erwärmer, Magen, Dickdarm) haben in der chinesischen Medizin eine untergeordnete Rolle. Für das Anamnesegespräch zu Beginn einer Shiatsu Sitzung interessieren uns ebenfalls mehr die Funktionen der Yin-Organe (Niere, Leber, Herz, Milz, Lunge). In der Shiatsu Behandlung jedoch sind alle Meridiane von Bedeutung.



Die Aufgaben/Funktionen der Yin-Organe


Die Niere

Die Nieren speichern die vorgeburtliche Energie, Essenz oder auch Jing genannt. Das ist die Energie, die wir von unseren Eltern bei der Geburt mitbekommen haben. Die Nieren beherrschen u.a. unser Wachstum, den Zeitpunkt der ersten Menstruation, den Eisprung, die Fortpflanzung und den Tod. Die Nieren öffnen sich in die Ohren, das bedeutet, dass das Hörvermögen aber z.B. auch Ohrensausen vom Zustand der Nierenenergie abhängt. Symptome einer Nierenschwäche können sein: Ausbleiben der Menstruation, kalter unterer Rücken, Schmerzen und Schwäche im unteren Rücken.

Die Leber

Die Leber ist die Mutter des freien und harmonischen Qi-Flusses. Die Leber reagiert jedoch sehr empfindlich auf viele Dinge, die in unserer Gesellschaft zum Normalzustand geworden sind und neigt sehr schnell zu Stagnation. Wenig Bewegung, viel Stress und angestaute Gefühle wirken sich stagnierend auf die Leberenergie aus, das wird dann Leber-Qi-Stagnation genannt und ist in unseren Breiten ein sehr weit verbreitetes Phänomen. Symptome einer Leber-Qi-Stagnation können sein PMS, Schmerzen bei der Menstruation, sehr starke Regelblutung, starke Wechselbeschwerden, Gereiztheit, Migräne, trockene Augen, steife Gelenke. Das könnte dich auch interessieren: Was ist eine Leber-Qi-Stagnation?


Das Herz

Das Herz ist zuständig für die Versorgung des Körpers mit Blut. In der TCM gibt es den Ausspruch „Das Herz öffnet sich in die Zunge“, das bedeutet, dass an der Art und Weise wie wir sprechen der Zustand der Herzenergie erkennbar ist (schnelles vs. langsames Sprechen, klare Aussprach, etc.).


Die Milz

Die Milz wandelt die aufgenommene Nahrung in Qi und Blut um und stellt somit (neben der Lunge) einen Teil der nachgeburtlichen Energie bereit. Eine starke Milz kann die Nahrung problemlos verdauen und versorgt den Körper mit reichlich Energie. Die Folgen einer schwachen Milz können ein aufgeblähter Bauch, unverdaute Nahrung im Stuhl, breiiger Stuhl und allgemeine Energielosigkeit sein. Die Milz liebt Regelmäßigkeit (auch in der Nahrungsaufnahme) und gekochte Speisen. Zu viel Rohkost und thermisch kühlende Speisen schwächen sie. Die Milz produziert laut TCM das Blut, hält es in den Bahnen und hält die Organe am Platz. Häufige blaue Flecken, Krampfadern oder Organsenkungen können Anzeichen für eine schwache Milz sein.


Die Lunge

Die Lunge wandelt die eingeatmete Luft in nachgeburtliches Qi um. Sie verteilt das Qi im ganzen Körper, ganz besonders an die Haut. Hier übernimmt das Qi Abwehrfunktionen gegen Infektionen und Erkältungen, entspricht also westlich gesehen dem Immunsystem. Eine schlechte Lungenenergie lässt das Qi nur schlecht im ganzen Körper zirkulieren und es können z.B. die Hände immer kalt sein. Die Lungen sind zuständig für das Öffnen und Schließen der Hautporen, sie regulieren somit das Schwitzen. Weiters sind sie zuständig für den Zustand der Haut und der Körperhaare. Nase, Hals, Stimmbänder und natürlich die Lungen (Asthma, Atemnot, Kurzatmigkeit) selber werden der Lungenenergie zugeordnet.

Dieses Video auf meinem YouTube-Kanal könnte dich auch interessieren: Übungen und Akupunkturpunkte zur Stärkung der Lungenenergie für zu Hause


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DI Claudia Kaufmann

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